Egerländer Gmoi Nürnberg

Am 19.02.2020 ging es lustig zu, im Gmoilokal „Rosenhof“. Zu den Klängen von Geige und Akkordeon wurde getanzt und geschunkelt. So mancher hatte einen heiteren Vortrag auf Lager und die Margit hat sogar extra zu diesem Anlass  folgendes „Faschingsgedichtle“ in ihrer unterfränkischen Mundart zu geschrieben:

Es Fritzle strahlt vor lauder Freud´,

dürf mit seim Freund zum Fasching heut´!

Mit Eil´mecht er sei Schränkle auf-

jetz nimmt es Unheil scho sei´n Lauf.

Es Froschkostüm is nimmer da,

der Wutausbruch is auch ganz nah.

Fritz sucht vergeblich, flippt fast aus,

weil unmaskiert geht er nit naus!

Glei kommt sei Freund, der Schorsch, oje!

Doch jetz hat´s Fritzle e Idee:

Sei Vadder is noch außer Haus,

als Postbot´ drächt er Briefe aus.

Un nit nur des is ganz enorm:

er hat e zweite Uniform!

Rasch hat der Fritz sich´s Käpple g´schnappt,

die Hosebee arch hochgeklappt.

Zwar is die Jagge aa zu groß,

doch´s Fritzle fühlt sich ganz famous!

Es Schorschle kommt un lacht sich dod,

er geht als Deufl, ganz in rod.

Die Straß´ entlang marschier´n die zwei,

am Zaun vom Nachbershund vorbei.

Doch leider sthet es Dörle auf,

der Daggl stürzt aufs Fritzle drauf!

Der Lumbi is nit ganz bei Drost,

hasst alles von der Bundespost!

Zack, zwickt er´n Fritz ins Hosebein,

der fängt nadürlich an zu schrei´n.

Die Hose ziert e großes Loch-

zum Fasching will mer awer doch.

Was hat es Fritzle dort gelacht,

an Vadder gar nimmer gedacht.

der hat dem Fritz kein Spaß gegönnt,

stattdessen gab´s kei gudes End...

Un die Moral von der Geschicht:

Vergleid di bloß als Postmann nicht!


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